Website erstellen lassen

Website erstellen lassen: Kosten & Ablauf

Sie überlegen, eine Website für Ihr Geschäft erstellen zu lassen — wissen aber nicht, was das kostet, wie lange es dauert und worauf Sie beim Profi achten sollten? Dann sind Sie hier richtig. Dieser Artikel gibt Ihnen einen ehrlichen, vollständigen Überblick: ohne Marketingsprache, ohne Fachsimpelei, ohne versteckte Überraschungen.

Direkt vorweg: Eine professionelle Website ist eine Investition. Aber eine, die sich rechnet — wenn die Website richtig gemacht ist.

1. Was eine professionelle Website wirklich ist

📝 Definition: Eine Website erstellen lassen bedeutet, einen Profi damit zu beauftragen, Ihre digitale Präsenz zu konzipieren, zu gestalten und technisch umzusetzen — angepasst an Ihr Geschäft, Ihre Ziele und Ihre Zielgruppe.

Das klingt selbstverständlich. Ist es aber nicht. Denn viele verwechseln „Website erstellen lassen“ mit „jemanden einen Baukasten befüllen lassen“. Der Unterschied ist enorm — in Qualität, Wirkung und letztendlich auch im Preis.

Eine professionell erstellte Website ist kein digitaler Flyer. Sie ist das Herzstück Ihrer Online-Präsenz: der Ort, an dem Interessenten zu Kunden werden. Sie arbeitet für Sie, während Sie schlafen, reisen oder Ihre eigentliche Arbeit erledigen. Genau deshalb lohnt es sich, diesen Schritt durchdacht anzugehen.

💡 Tipp: Bevor Sie überhaupt Angebote einholen, klären Sie für sich: Was soll Ihre Website leisten? Mehr Anfragen? Online-Verkäufe? Sichtbarkeit für Ihre Marke? Je klarer Ihr Ziel, desto zielgenauer kann Ihr Profi arbeiten — und desto realistischer werden die Angebote, die Sie erhalten.

2. Was eine Website erstellen lassen kostet — ehrliche Zahlen

Das ist die Frage, die alle stellen.
Und die Antwort, die niemand hören will: Es kommt drauf an. Aber ich erkläre Ihnen genau, worauf.

2.1 Die drei Preissegmente

Der Markt teilt sich grob in drei Bereiche auf, die sich in Leistung, Qualität und Betreuung deutlich unterscheiden.

Wenn Sie ca. 500 bis 2.000 € investieren, bekommen Sie in der Regel eine einfache WordPress-Website auf Basis einer vorgefertigten Designvorlage, eines sogenannten Themes. Das kann für den Start reichen, wenn das Budget knapp ist. Individuelle Anpassungen, strategische Beratung oder maßgeschneidertes Design sind hier nicht inkludiert.

Das mittlere Segment zwischen 2.000 und 8.000 € ist für die meisten Selbständigen und Unternehmer der relevante Bereich. Hier erhalten Sie ein konzeptionell durchdachtes Design, eine klare Seitenstruktur, Texthilfe, die Grundkonfiguration für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) und eine Website, die tatsächlich auf Ihr Geschäft zugeschnitten ist. Das ist kein Luxus — das ist solides Handwerk.

Ab 8.000 € aufwärts sprechen wir von komplexeren Projekten: Online-Shops, Mitgliederbereiche, individuelle Funktionen oder umfangreiche Unternehmenswebseiten. Hier steckt echter Entwicklungsaufwand dahinter, der seinen Preis hat.

⚠️ Wichtig: Günstig wird am Ende oft teuer. Eine 800-€-Website, die keine Anfragen bringt und in zwei Jahren technisch veraltet ist, kostet Sie langfristig mehr als eine solide 3.500-€-Website, die fünf Jahre lang zuverlässig für Sie arbeitet. Eine Möglichkeit, wenn das Budget knapp ist: Sie könnten sich nach Fördermöglichkeiten umsehen, zum Beispiel in der Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

2.2 Was den Preis beeinflusst

Mehrere Faktoren bestimmen, was Sie zahlen, wenn Sie Ihre Website erstellen lassen:

Seitenanzahl und Struktur — eine 5-seitige Visitenkarten-Website ist etwas anderes als ein 20-seitiger Unternehmensauftritt 
✓ Individuelle Gestaltung — eigenes Design vs. angepasste Designvorlage 
✓ Texterstellung — schreiben Sie selbst, oder übernimmt das der Profi? 
✓ Funktionen — Kontaktformular, Buchungssystem, Shop, Mitgliederbereich 
✓ SEO-Setup — technische Grundkonfiguration, Meta-Daten (= Strukturdaten für Suchmaschinen), Ladezeiten 
✓ Betreuung danach — einmaliges Projekt oder laufende Wartung?

🧩 Beispiel: Eine Grafikdesignerin lässt sich eine Website erstellen. Vier Seiten, eigenes Design, Texte stellt sie selbst bereit. Ergebnis: 2.800 € Einmalkosten, plus 69 € monatlich für Wartung und Hosting (= Serverbereitstellung). Das ist ein realistischer, fairer Preis für professionelle Arbeit.

3. Der Ablauf: So läuft ein Website-Projekt ab

Wenn Sie Ihre Website erstellen lassen, durchläuft das Projekt typischerweise fünf Phasen. Wer die kennt, ist von Anfang an der bessere Auftraggeber — und bekommt ein besseres Ergebnis.

3.1 Phase 1: Informationsgespräch und Konzept

Alles beginnt mit einem Gespräch über die Projektanforderungen. Ein Profi fragt Sie nach Ihren Geschäftsaktivitäten, Ihrer Zielgruppe, Ihren Zielen und Ihren Vorstellungen. Daraus entsteht ein Konzept: Welche Seiten braucht die Website? Welche Struktur macht Sinn? Welche Botschaft soll sie vermitteln?

Nehmen Sie sich für dieses Gespräch Zeit. Je mehr Sie in dieser Aufgabenbeschreibung mitgeben, desto weniger Korrekturrunden brauchen Sie später. Bevor Sie eine Website erstellen lassen, ist es hilfreich, drei bis fünf Websites zu sammeln, die Ihnen gefallen — und zu benennen, was genau daran für Sie funktioniert. Suchen Sie gerne auch drei bis fünf Websites heraus, die Ihnen nicht gefallen – und benennen Sie, was genau daran für Sie nicht stimmig ist.

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3.2 Phase 2: Design und Gestaltung

Auf Basis des Konzepts entsteht das visuelle Design. In der Regel sehen Sie zunächst einen oder zwei Entwürfe — sogenannte Mockups. Das sind statische Designvorlagen, die zeigen, wie die fertige Website aussehen wird. Hier geben Sie Ihre Rückmeldungen zu Farben, Schriften, Struktur, Bildsprache.

💡 Tipp: Ihre Rückmeldung in dieser Phase ist Gold wert. Änderungen am Design sind jetzt einfach und günstig. Änderungen nach der technischen Umsetzung kosten viel Zeit – und damit Geld.

Sie möchten dieses Jahr eine neue Website? Dann lesen Sie gerne in folgendem Artikel nach, welche Webdesign-Trends 2026 aktuell sind: Webdesign Trends 2026.

3.3 Phase 3: Technische Umsetzung

Das von Ihnen genehmigte Design wird jetzt gebaut. Bei WordPress-Projekten bedeutet das: Installation, Vorlagenkonfiguration oder individuelle Entwicklung, Einbindung aller Funktionen, Texte und Bilder. Das ist die Phase, in der Sie als Auftraggeber vor allem eines liefern müssen: Ihre Inhalte. Texte, Bilder, Logos — rechtzeitig und vollständig.

🔭 Exkurs: Der häufigste Grund für Projektverzögerungen sind fehlende Inhalte vom Kunden. Bereiten Sie Ihre Texte und Bilder vor, bevor die technische Umsetzung beginnt. Das spart Zeit, Nerven und oft auch Geld. Ich lasse mir die Inhalte in der Regel schon zu Projektbeginn geben – damit alles glatt läuft.

3.4 Phase 4: Überprüfung und Freigabe

Bevor Ihre Website online geht, durchläuft sie eine Testphase. Funktionieren alle Links? Lädt die Seite auf dem Smartphone korrekt? Sind die Formulare aktiv? Ein guter Profi testet das systematisch — und gibt Ihnen die Möglichkeit, letzte Korrekturwünsche einzubringen.

Die meisten Nutzer greifen heute vom Smartphone auf Websites zu; eine fehlerhafte mobile Darstellung kostet Sie direkt Kunden. Das Testen auf verschiedenen Geräten ist kein Luxus sondern Pflicht.

3.5 Phase 5: Veröffentlichung und Übergabe

Ihre Website geht online. Was viele vergessen: Die Veröffentlichung, der sogenannte Launch, ist nicht das Ende, sondern der Anfang. Eine gute Übergabe beinhaltet eine Einweisung, wie Sie selbst kleine Änderungen vornehmen können, alle sauber dokumentierten Zugangsdaten und idealerweise einen Wartungsplan für die Zukunft.

Launches gibt es übrigens auch in Form von Relaunches: Sie lassen Ihre bestehende Website grundlegend überarbeiten. Was Sie dabei beachten sollten und worauf es bei einer solchen Wiederveröffentlichung ankommt, erfahren Sie in meinem Artikel Website-Relaunch planen.

4. Worauf Sie bei der Wahl des richtigen Webdesigners achten sollten

Den richtigen Partner für Ihr Website-Projekt zu finden ist mindestens so wichtig wie das Budget. Hier sind die Kriterien, die wirklich zählen.

4.1 Portfolio und Referenzen

Schauen Sie sich vorhandene Projekte an. Nicht nur, ob die Websites schön aussehen — sondern ob sie zu Businesses ähnlich dem Ihren gehören. Hat der Profi Erfahrung mit Selbständigen und Unternehmern? Mit Ihrer Branche? Fragen Sie ruhig nach und lassen Sie sich Arbeiten zeigen.

4.2 Transparenz bei Preisen und Leistungen

Ein seriöser Anbieter erstellt Ihnen ein detailliertes Angebot, das klar aufschlüsselt, was inkludiert ist — und was nicht. Vage Pauschalangebote ohne Leistungsbeschreibung sind ein Warnsignal. Fragen Sie konkret: Was passiert, wenn es mehr Korrekturrunden braucht? Was kostet eine Änderung nach der Veröffentlichung?

⚠️ Wichtig: Besonders bei sehr günstigen Angeboten lohnt sich ein genauer Blick. Manchmal bedeutet „günstig“, dass der Profi mit einem Baukastensystem arbeitet, das Ihnen langfristig Einschränkungen bringt — oder dass Sie nach dem Projekt alleine dastehen.

4.3 Kommunikation und Prozess

Wie kommuniziert der Profi mit Ihnen? Antwortet er schnell auf Ihre Anfragen? Erklärt er seine Entscheidungen? Wenn Sie eine Website erstellen lassen, basiert ein gutes Arbeitsverhältnis auf klarer Kommunikation, definierten Etappenzielen und gegenseitigem Respekt. Wenn Sie sich beim ersten Gespräch nicht wohlfühlen — hören Sie auf dieses Gefühl.

🧩 Beispiel: Eine Kundin kam zu mir, nachdem ein anderer Anbieter drei Monate lang kaum erreichbar war und am Ende ein Ergebnis lieferte, das nicht ihren Vorstellungen entsprach. Das Projekt musste ich komplett neu aufsetzen — doppelte Kosten, verlorene Zeit. Ein klarer Prozess mit definierten Zwischenzielen hätte das verhindert.

5. Laufende Kosten: Was nach der Veröffentlichung anfällt

Eine Website erstellen lassen ist nur der erste Schritt. Was danach kommt – und das ist Einiges – sollten Sie von Anfang an einplanen.

5.1 Hosting und Domain

📝 Definition: Hosting meint das Bereitstellen eines Servers, auf dem Ihre Website gespeichert ist und von dem sie ausgeliefert wird. Ohne Hosting ist Ihre Website nicht erreichbar. Gute Hosting-Angebote für WordPress-Websites beginnen bei etwa 5 bis 15 € pro Monat. Eine Domain — also Ihre Webadresse — kostet je nach Endung zwischen 10 und 30 € pro Jahr.

Achten Sie auf einen deutschen oder europäischen Anbieter mit DSGVO-konformem Hosting. Das Hosting-Ratgeber-Portal Webhostlist.de zum Beispiel bietet unter webhostlist.de einen unabhängigen Vergleich gängiger Anbieter.

Sie haben schon einen Hoster, überlegen aber, diesen zu wechseln? Dann ist dieser Artikel für Sie: Webhosting wechseln.

5.2 Wartung und Updates

Eine Website braucht regelmäßige Pflege: Updates für das System, die installierten Erweiterungen und das Design-Theme. Wenn Sie das vernachlässigen, riskieren Sie Sicherheitslücken und technische Probleme. Entweder Sie erledigen das selbst — oder Sie nehmen einen Wartungsvertrag in Anspruch, der typischerweise zwischen 30 und 150 € pro Monat kostet, je nach Umfang.

📌 Merke: Ihre Website ist kein Einmalprojekt. Sie ist ein digitales Werkzeug, das gepflegt werden will — genau wie Ihr Auto oder Ihre Büroausstattung.

5.3 Weiterentwicklung und SEO

Mit der fertigen Website beginnt die eigentliche Arbeit: Sichtbarkeit aufbauen. Dazu gehören regelmäßig neue Inhalte, technische Suchmaschinenoptimierung (SEO) und gegebenenfalls bezahlte Werbung.

Planen Sie außerdem von Anfang an ein Budget für die Weiterentwicklung Ihrer Website ein. Wer das nicht tut, wundert sich nach sechs Monaten, warum niemand die neue Website findet.

6. Selbst machen oder Website erstellen lassen — wann was sinnvoll ist

Manchmal ist es die richtige Entscheidung, die Website selbst zu bauen — manchmal nicht. Hier eine ehrliche Einschätzung.

Selbst machen ergibt Sinn, wenn Sie ganz am Anfang stehen, ein sehr knappes Budget haben und bereit sind, Zeit zu investieren. Werkzeuge wie WordPress mit einem guten Konfigurator, einem sogenannten Page-Builder, ermöglichen mit wenigen technischen Vorkenntnissen anständige Ergebnisse — wenn Sie bereit sind, sich einzuarbeiten.

Eine Website erstellen lassen ist die bessere Wahl, wenn

  • Ihre Zeit begrenzt ist
  • der professionelle Auftritt für Ihre Zielgruppe entscheidend ist
  • Sie keine Lust haben, sich in Technik einzuarbeiten
  • Sie bereits eine selbst erstellte Website haben, die nicht die Ergebnisse bringt, die Sie sich vorstellen.

💡 Tipp: Es gibt auch einen Mittelweg. Lassen Sie das Design und die technische Grundstruktur professionell erstellen — und pflegen Sie danach die Inhalte selbst. Das kombiniert Qualität mit Flexibilität und spart langfristig Geld.


🎯 Nächste Schritte

  • Definieren Sie Ihr Ziel: Was soll Ihre Website konkret leisten — und bis wann? 
  • Sammeln Sie drei bis fünf Websites, die Ihnen gefallen, und notieren Sie, was daran funktioniert. Das ist die Basis für Ihr Briefing. 
  • Holen Sie mindestens zwei Angebote ein — und vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch Prozess, Kommunikation und Referenzen.

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